Native – ein Wort, das wir oft hören, aber was bedeutet es eigentlich genau? In diesem Artikel erklären wir dir ganz einfach, was “native” heißt, wer native Menschen sind, wo sie leben, und warum ihre Kultur wichtig ist. Lies weiter und entdecke spannende Fakten über Native Americans, native Tiere und Pflanzen sowie die Geschichte der Native People in den USA.
Was bedeutet „Native“ wirklich?
Das Wort „native“ stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „einheimisch“ oder „ursprünglich“. Wenn man sagt, dass etwas „native“ ist, meint man, dass es von Natur aus an einem bestimmten Ort zu Hause ist. Das kann sich auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder sogar Sprachen beziehen. Zum Beispiel ist ein native tree (einheimischer Baum) eine Baumart, die schon seit vielen, vielen Jahren in einem bestimmten Gebiet wächst und dort ihren natürlichen Lebensraum hat.
Wenn wir über „native people“ sprechen, meinen wir Menschen, deren Vorfahren schon lange vor anderen Gruppen in einem bestimmten Gebiet gelebt haben – zum Beispiel die Ureinwohner Amerikas, die wir auch Native Americans nennen. Diese Menschen sind tief mit ihrem Land, ihrer Kultur, ihrer Sprache und ihren Traditionen verbunden.
Wer sind Native People?
Native People sind die ursprünglichen Bewohner eines Landes. In den Vereinigten Staaten nennt man sie oft Native Americans, Indigenous People oder First Nations. Diese Menschen lebten schon tausende Jahre vor der Ankunft der Europäer in Nordamerika. Sie hatten ihre eigenen Sprachen, Kulturen, Religionen und Lebensweisen, die sich ganz von denen der später eingewanderten Menschen unterschieden.
Native People sind in vielen Teilen der Welt zu finden – nicht nur in den USA. Auch in Australien (Aborigines), Kanada (First Nations), Südamerika und Asien gibt es indigene Völker. In den USA leben heute über 5 Millionen Native Americans, die sich zu verschiedenen Stämmen oder Nationen zählen. Jeder Stamm hat seine eigene Geschichte, Sprache und Tradition.
Wo leben Native-Stämme?
Heute leben viele Native Americans in Reservaten, das sind besondere Gebiete, die von der US-Regierung eingerichtet wurden, damit Native-Stämme dort wohnen und ihre Kultur erhalten können. Andere Native People leben in Städten oder ländlichen Gegenden außerhalb dieser Reservate. Viele von ihnen arbeiten, gehen zur Schule und führen ein modernes Leben – aber sie bewahren auch ihre alten Bräuche und Sprachen.

Native-Land erklärt
Native Land ist das Land, das den Native-Stämmen ursprünglich gehörte. Bevor die Europäer nach Amerika kamen, hatten die Stämme ihre eigenen Gebiete, in denen sie jagten, lebten, Feste feierten und ihre Götter verehrten. Viele dieser Gebiete wurden ihnen später weggenommen. Heute kämpfen viele Native-Gemeinschaften darum, dass ihr Land anerkannt oder zurückgegeben wird.
Native-Stämme in den USA
In den USA gibt es über 570 anerkannte Stämme. Einige der bekanntesten sind:
- Navajo: Der größte Stamm in den USA, bekannt für ihre Sprache, ihre Webkunst und ihre Geschichten.
- Cherokee: Einer der ältesten Stämme, mit einer reichen Geschichte und einer eigenen Schriftsprache.
- Sioux: Ein starker und stolzer Stamm, der in den Great Plains lebte.
- Apache: Berühmt für ihre tapferen Krieger und ihre Freiheitsliebe.
- Iroquois: Eine Gruppe von sechs Stämmen, die ein starkes politisches Bündnis bildeten.
Berühmte Native-Gruppen
Einige Native-Gruppen sind nicht nur wegen ihrer Geschichte bekannt, sondern auch, weil sie heute eine wichtige Rolle in der amerikanischen Gesellschaft spielen. Viele von ihnen betreiben Museen, Kulturzentren und engagieren sich für Umweltschutz und Bildung. Ihre Musik, Tänze, Kunst und Geschichten sind ein bedeutender Teil der amerikanischen Kultur.
Was sind native Pflanzen und Tiere?
Wenn man von native plants (einheimischen Pflanzen) oder native animals (einheimischen Tieren) spricht, meint man Arten, die schon immer in einem bestimmten Gebiet gelebt haben, lange bevor der Mensch große Veränderungen vorgenommen hat. Zum Beispiel ist der Bison ein native animal in Nordamerika – er lebte dort schon vor tausenden Jahren und war ein wichtiges Tier für viele Native-Stämme.
Native Pflanzen wie der Mais (Corn), die Sonnenblume oder die wilde Erdbeere wuchsen auf dem amerikanischen Kontinent lange bevor europäische Pflanzen eingeführt wurden. Diese Pflanzen waren nicht nur Nahrungsquellen, sondern auch Teil religiöser Rituale und Medizin.
Warum ist native Kultur wichtig?
Die Kultur der Native People ist ein wertvoller Teil der Geschichte und Identität Amerikas. Sie zeigt uns, wie Menschen im Einklang mit der Natur leben können, wie sie ihre Umwelt respektieren und wie Gemeinschaft funktioniert. Native-Kulturen lehren uns, wie wichtig Familie, Sprache, Geschichten und Traditionen sind.
Viele native Gruppen setzen sich heute dafür ein, dass ihre Sprachen nicht aussterben, ihre Gebiete geschützt werden und ihre Rechte geachtet werden. Sie erinnern uns daran, dass Vielfalt und Respekt gegenüber anderen Kulturen entscheidend für ein gutes Zusammenleben sind.
Native Geschichte in Amerika
Die Geschichte der Native Americans ist lange, reich und auch sehr schmerzhaft. Sie beginnt mit einer Zeit, in der sie frei über das Land zogen, jagten, Handel trieben und in Frieden lebten. Dann kamen die europäischen Siedler – und vieles änderte sich.

Das Leben vor den Kolonisten
Bevor die Europäer nach Amerika kamen, lebten die Native People in Dörfern, Zelten, Tipis oder Langhäusern, je nach Stamm. Sie nutzten das Land nachhaltig – sie jagten nur so viele Tiere, wie sie brauchten, bauten Gemüse an und feierten viele Feste. Jede Nation hatte ihre eigenen Götter, Tänze, Lieder und Geschichten, die über Generationen weitergegeben wurden.
Sie kannten das Land besser als jeder andere, und viele ihrer medizinischen Pflanzen und Techniken werden heute noch genutzt. Die Native-Stämme lebten oft in Harmonie miteinander, hatten jedoch auch Kriege – so wie alle Völker der Welt.
Was geschah während der Kolonisierung?
Als die ersten Europäer nach Amerika kamen, änderte sich das Leben der Native People drastisch. Viele wurden von Krankheiten wie Pocken befallen, gegen die sie keine Abwehr hatten. Die Kolonisten nahmen ihnen ihr Land, ihre Rechte und versuchten sogar, ihre Kultur zu zerstören. Kinder wurden in Internate geschickt, wo sie ihre Sprache nicht mehr sprechen durften.
Trotz dieser schweren Zeiten kämpften viele Stämme für ihr Überleben. Heute sind viele dieser Gruppen wieder stark und stolz auf ihre Identität.
Native-Wörter, die wir heute noch benutzen
Wusstest du, dass viele Wörter, die wir heute im Englischen oder Deutschen benutzen, aus den Sprachen der Native Americans stammen? Hier sind einige Beispiele:
- Tomate (aus dem Nahuatl-Wort tomatl)
- Tobacco
- Canoe
- Hurricane
- Barbecue
Diese Wörter zeigen, wie sehr Native-Kulturen unser heutiges Leben beeinflusst haben – auch wenn wir es manchmal gar nicht merken.
Wie können wir Native People heute respektieren?
Respekt beginnt mit Wissen und Zuhören. Wenn wir Native People respektieren wollen, sollten wir ihre Geschichte lernen, ihre Kunst und Sprache wertschätzen und ihnen Raum geben, ihre Traditionen zu leben. Wir sollten keine Klischees verbreiten oder sie nur in der Vergangenheit sehen – denn sie leben heute, haben Stimmen, Ideen und Rechte.
Ein einfacher Weg, Respekt zu zeigen, ist zum Beispiel, auf Landkarten zu schauen, welche Stämme dort ursprünglich lebten, wo du heute wohnst. Viele Webseiten und Apps helfen dir dabei. Du kannst auch Bücher lesen, Museen besuchen oder Native-Organisationen unterstützen.
Das Fazit
„Native“ bedeutet mehr als nur „einheimisch“. Es steht für Identität, Geschichte, Naturverbundenheit und Überleben. Native People waren die ersten Bewohner Amerikas, und obwohl sie viel durchmachen mussten, sind sie heute stark, kreativ und stolz auf ihre Herkunft. Wenn wir ihre Geschichten erzählen, ihre Rechte achten und von ihnen lernen, bauen wir eine bessere Zukunft – für alle.
